Ein verrücktes Wochenende!

Diese Wikinger-Rallye wird noch lange im Gespräch bleiben. Der Frühling, der so gerne ein Winter sein möchte, sorgte für einen erneuten Wintereinbruch. Schneefälle und vor allem die starken Ostwinde wehten die Straße teilweise bis zu zwei Metern Höhe zu. Nur durch den Einsatz von Radladern konnten die Wertungsprüfungen überhaupt befahrbar gemacht werden. Doch manchmal machte der Wind innerhalb von nur wenigen Stunden die gesamten Räumarbeiten wieder zunichte.

Für die Scuderia Corazza begannen die Probleme bereits am Donnerstagabend. Der Service-LKW blieb während der Anreise wegen eines Reifenschadens auf der Autobahn liegen. Unerwartete Hilfe kam von Wikinger-Organisator Rainer Haulsen, der sich sofort auf den Weg machte, um den gestrandeten Mechanikern zur Hilfe eilte. Mit seinem privaten PKW zog er den Hänger inkl. Mitsubishi in den Service nach Süderbraup. „Eine tolle Geste!“, meinte Peter Corazza. „Überhaupt muss ich mich bei einigen Leuten bedanken. Ganz besonders bei Mirko, Sven und Axel, den ich mir beim Team Zeltner kurzfristig ‚geborgt‘ habe.“

Trotz der anspruchsvollen Winterbedingungen fieberte Peter dem Start der Winkinger-Rallye entgegen. „Das wird eine besondere Herausforderung für jeden Fahrer“, sagte er. „Viele dachten, dass ich wegen des Wintertrainings in Finnland bestens vorbereitet bin, aber dort können wir ja mit Spikereifen fahren! Hier sind sie verboten.“ Am Freitagmorgen wird der Evo auf die „Rutschbahnen“ vorbereitet und Peter nimmt zügig Fahrt auf. „Wir sind kein volles Risiko gefahren. Auch mit dem Zeitverlust, weil ich immer wieder auf den vor mir gestarteten Dänen auflief, konnte ich leben. Der dritte Platz versprach gute Punkte für die Meisterschaft. Doch dann kam diese Eisplatte vor der letzten Links der dritten Prüfung.“ Der Mitsubishi prallte frontal gegen einen Baum. Das vorzeitige Ende der Wikinger-Rallye.

Nach der ersten Schadensbegutachtung zeigte sich schnell, dass es den Evo schwer getroffen hat. Motor, Getriebe und Differenzial wurden in Mitleidenschaft gezogen. Das hat Auswirkungen auf die Saisonplanung. „Bis zur Rallye Erzgebirge werden wir das Auto leider nicht in den Zustand bringen können, den ich mir vorstelle. Dafür ist die Zeit einfach zu knapp“, sagte Peter. „Aber ich werde natürlich zur ‚Erze‘ kommen und die Prüfungen und den Service besuchen. Ich freue mich dort meine Fans zu treffen!“