11. September 2005

Peter im Rallyefieber

Erhöhte Temperaturen gab es bei Peter Corazza schon vor dem Start der Castrol-Rallye. Mit einer leichten Sommergrippe startete unser Held in ein turbulentes Wochenende.



Kaum einer, der Peter Corazza am Donnerstag beim Shakedown sah hätte es vermutet: Der Oelsnitzer absolvierte den Rallyeauftakt mit einer heftigen Sommergrippe. Bis zu 40 Grad zeigte das Thermometer, doch Corazza blieb trotz des Rallyefiebers der besonderen Art gelassen: "Das bekomme ich bis zum Start schon wieder hin."

Doch auf den ersten Kilometern am Freitagabend bremste nicht mehr das Fieber, sondern ein defektes Hinterachsdifferenzial den Express aus dem Erzgebirge ein. Die anschließende Reperatur gelang, aber mit deftigen Zeitverlust musste die Scuderia in den zweiten Tag starten. "Am Start hatte ich plötzlich keinen Vortrieb mehr", erklärte Peter und kündigte die volle Offensive für den Rest der Rallye an. "Wir werden nicht aufgeben, sondern um so mehr angreifen!

Seinen großen Worten ließ der Oelsnitzer am frühen Samstagmorgen Taten folgen. Mit seiner bislang besten Saisonleistung übernahm er das Zepter in der seriennahen Gruppe-N und kämpfte sich Stück für Stück nach vorne. Die eindrucksvolle Aufholjagd wurde am Ende mit dem zweiten Rang hinter Hermann Gassner belohnt und Peter konnte seine Führung in der Privatfahrerwertung verteidigen. "Das war ein schöner Fight heute. Wenn ich mir die Zeiten so anschaue, waren wir immer an Hermann Gassner dran. Jetzt haben wir als Wochenendbilanz den zweiten Platz in der Klasse und den zehnten Gesamtrang, der uns noch ein paar Punkte zusätzlich beschert – das ist doch wunderbar gelaufen", freute sich der Scuderia-Chef im Ziel.

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