20. September 2009
„Nötige Quäntchen Glück fehlte“
Mit einer bitteren Enttäuschung endete für Peter Corazza die Saarland-Rallye vorzeitig. Nach technisch bedingtem Ausfall ist der Zug in Sachen Meisterschaft abgefahren.

Statt seine Führung in der Meisterschaft zu verteidigen, musste Peter Corazza beim vorletzten DRM-Lauf im Saarland eine Nullnummer verkraften und fiel auf Rang vier der Gesamtwertung zurück.
„Seit über zwei Jahren sind wir nicht mehr wegen eines technischen Defektes ausgefallen“, ärgerte sich der Sachse. „Auf der zweiten Prüfung wurde die Steckwelle im Differenzial abgedreht. Dabei ist Öl ausgelaufen und das Auto fing sogar Feuer, welches wir im Ziel aber schnell löschen konnten. Meine Mechaniker haben das Differenzial anschließend gewechselt und wir konnten uns am Samstag wieder nach vorne arbeiten. Unser Ziel war immer noch ein Platz auf dem Podium.“
Doch die Aufholjagd von Peter Corazza wurde erneut gestoppt: „Auf der sechsten Prüfung bemerkte ich erneut Probleme und in einer Kurve nach dem Ziel hatte ich plötzlich keinen Vortrieb mehr. Das vordere Differenzial war erneut beschädigt. Leider konnten wir kein Ersatzteil auftreiben und mussten aufgeben.“
„Unter reellen Bedingungen ist die Meisterschaft für uns nicht mehr erreichbar. Wir versuchen nun unter die besten Drei zu kommen, selbst das würde mit einem Gesamtsieg in der Lausitz sehr schwierig“, analysiert Peter Corazza die aktuelle Situation in der DRM. „In unserer Klasse herrscht eine starke Konkurrenz. Fehler kann sich keiner leisten und am Ende gehört auch das nötige Quäntchen Glück dazu. Das hat uns diesmal gefehlt.“
In knapp drei Wochen steht in der Lausitz das große Schotterfinale auf dem Programm. Im fernen Osten konnte Peter Corazza in der Vergangenheit schon immer auftrumpfen und will mit einem Sieg einen versöhnlichen Saisonabschluss schaffen. „Wir versuchen natürlich in der Lausitz zu gewinnen“, kündigt er an. „Dort lief es für uns in den letzten Jahren immer gut. Aber Hermann Gaßner jr. hat in diesem Jahr viel Erfahrung auf Schotter gesammelt und extrem aufgeholt. Das wird nicht einfach für uns. Aber wir haben ein neues Fahrwerk von Sachs von dem ich mir viel verspreche und unser Auto wird noch einmal gründlich revidiert, damit wir topvorbereitet sind.“
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